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Die Genossenschaft Neustart: solidarisch leben + wohnen

Gemeinschaftlich, inklusiv und nachhaltig - so soll unser innovatives Modellprojekt auf dem Areal Marienburger Straße im Tübinger Süden werden. Hier wollen wir mit unserer Genossenschaft drei Gebäude mit ca. 150 Wohnungen für etwa 300-350 Menschen bauen.

Neben bezahlbarem Wohnen soll auch eine soziale Infrastruktur mit Stadtteilgesundheitszentrum, Cafeteria, Lebensmitteldepot, Allerleihstation, Second-Hand-Lager, Werkstatt, Multifunktionssaal etc. entstehen. Sie kann von allen Bewohnenden, den unmittelbaren Nachbar:innen und von Menschen aus angrenzenden Vierteln genutzt werden. Damit wollen wir viele Bereiche rund ums Wohnen neu denken - von der Mobilität über Sorgearbeit bis hin zu Lebensmittelversorgung und Konsum.

Wir sind Teil einer Bewegung, die gemeinwohlorientiertes Leben und Wohnen verwirklichen möchte und schon der Weg dahin ist Teil des Ziels - mit ganz viel Ideen und Kreativität in partizipativen Prozessen.

Seit Dezember 2023 ist Neustart beispielgebendes Projekt des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms Patenschaft Innovativ Wohnen BW.

Neues Modellquartier für Tübingen

In den 1990er Jahren wurde im Tübinger Süden im Französischen Viertel ein vielbeachtetes Stadtentwicklungsprojekt umgesetzt. Es realisierte den dringend benötigten Wohnraum in einem Mix mit Gewerbeflächen und sozialer Infrastruktur und konnte dadurch Wohnen und Arbeiten erfolgreich wieder verbinden. Als „Tübinger Modell“ ist es insbesondere bekannt geworden, weil es durch kleinteilige Parzellierung und die Vergabe an Baugruppen, die sich mit überzeugenden Konzepten um Grundstücke bewerben mussten, ein Quartier mit großer Vielfalt entstehen ließ. Heute wird dieses so genannte Konzeptvergabe vielerorts angewendet.

Inspiriert von der Neustart-Schweiz-Idee wollen wir das "Tübinger Modell" nun weiterentwickeln: Es soll ein großes Wohn- und Lebensprojekt entstehen, das gemeinwohlorientiert, ökologisch und flächensparend ist und durch die Abwendung von Privateigentum jede weitere Spekulation mit Boden und Wohnraum verhindert. Mit einem innovativen Konzept für drei Gebäude wollen wir Ankernutzer des Quartiers werden. Das heißt, dass wir neben Wohnungen auch wichtige soziale Einrichtungen für die Umgebung bereitstellen und managen. So soll auf Maribu, dem Areal Marienburger Straße, eine inklusive und nachhaltige Nachbarschaft entstehen, die alle angrenzenden Gebiete bereichert und belebt.


Wir setzen in der Bauplanung auf

ökologische und bezahlbare Holzhybridbauweise, teils modular und kompakte Gebäudehülle

gesunde, ressourcenschonende und möglichst wiederverwendbare Bauweise (mit Dämmung aus Stroh und Lehm) sowie Bauteil-Ökobilanzierung

Alle finden ihren Platz: Neustart ist passend für die verschiedensten Wohnbedürfnisse durch drei unterschiedliche Gebäudetypologien (Riegel, Hofhaus und Punkthaus) und Charaktere der Gebäude von urban und individuell, familiär und nachbarschaftlich bis näher und vertrauter.

nachbar:innenschaftlich: Neustart liegt zentral auf dem Marienburger Areal. Das Leben und Wohnen bei Neustart erstreckt sich über drei unterschiedliche Gebäude, die über einen Quartiersplatz miteinander als Nachbar:innenschaft verbunden sind. Alle Gebäude haben einen Durchgang zum Quartiersplatz und laden zur Begegnung ein.
   
Barrierefrei und rollstuhlgerecht: Alle Gebäude sind rollstuhlgerecht zugänglich. Alle Wohnungen sind barrierefrei zugänglich, um eine lebendige Nachbar:innenschaft zu fördern. Einige Wohnungen sind rollstuhlgerecht.
 
Sozial: Die verschiedenen Wohntypologien und Arten von Wohnraum (sozial gefördert, frei finanziert und solidarisch finanziert) sind gleichmäßig über alle Gebäude und Geschosse verteilt und tragen so zu einem inklusiven und generationsübergreifenden Zusammenleben bei.

Resilient und zukunftssicher: Die Räume sind nutzungsneutral. Einige Wohnungen sind schaltbar und erweiterbar auch nach der Fertigstellung. So können sich Wohnbedarfe ändern und in Ergänzung mit dem Konzept zum Wohnungstausch Bewohner:innen in verschiedenen Lebensphasen in der Nachbar:innenschaft wohnen bleiben.

Vielfältige Außenfreiräume mit Quartiersplatz als lebendiges Zentrum, Wassergarten und ökologischem Garten als Hitzeschutz und für mehr Biodiversität sowie gemeinschaftliche Dachterrasse und Dachgarten zum Gärtnern und Entspannen.

Stadt der kurzen Wege: Neustart setzt auf ein nutzungsgemischtes Konzept von Wohnen und sozialer Infrastruktur. Alles ist fußläufig erreichbar. Eine gute Fahrradinfrastruktur an wichtigen Wegpunkten, weitere Sharingangebote und die direkte Anbindung an den ÖPNV stehen im Fokus des Mobilitätskonzepts. Der private PKW-Besitz ist reduziert, Stellplätze sind in der Tiefgarage und nahegelegenem Parkhaus vorhanden.